Die griechisch-katholische Holzkirche der hl. Paraskeva, 1705, NKP
Das Dorf Dobroslava ist im Tal enstanden, das während des
Zweiten Weltkrieges die Benennung „Todestal“ erhalten hat. Hier fanden die
härteste Kämpfe statt. Auch heute, im 21. Jahrhundert, bezeugt es die in der
Talumgebung erhaltene Munition aus damaliger Zeit.
Das Interessante an der Holzkirche der hl. Paraskeva in
Dobroslava ist, dass sie auf dem Grundriss des griechischen Kreuzes aufgebaut
ist. Sie ist die einzige Kirche auf dem Gebiet der Slowakei, die so gebaut ist.
Die Kirche entstand am Anfang des 18. Jahrhunderts, im Jahre 1705. Ursprünglich
war sie eine einschiffige Kirche.
Die Kirche ist grundsätzlich wegen ihrer Form fünfteilig,
fünfräumig, obwohl sie eine klassische Gliederung hat: Vorraum – Schiff – Altarraum.
Sie ist auf einem Steinfundament gebaut. Die Kirche ist mit drei Türmen und
fünf Kreuzen ausgestattet. Die Turmdächer sind in der Form eines niederen
Pyramidenstumpfs. Darauf sind die sogenannte „Zwiebelchen“ gesetzt. Im
Hauptturm ist jetzt eine Glocke aus dem Jahre 1790 aufgehängt. Der Eingang in
den Vorraum befindet sich an der westlichen Seite der Kirche.
In der Kirche ist eine kostbare Ikonostase aus dem 18.
Jahrhundert, die einen fünfreihige Aufbau hat. Die Ikonen sind also in fünf
Etagen angebracht.
Die Hauptreihe umfasst die Ikone des hl. Bischofs Nikolaus, Gottesmutter
Hodigitria, Christus Pantokrator und die Ikone der hl. Paraskeva. In der Mitte
gibt es eine zweiflüglige Königstür mit sechs Medaillons der vier Evangelisten
und der Verkündigung des Herrn. Die zweite Reihe enthält die Festtagsikonen, in
deren Mitte sich eine Ikone des Letzten Abendmahls befindet. Die dritte Reihe
ist die sogenannte Apostelreihe, in der Mitte die Ikone von Christus dem Hohenpriester.
Die vierte, die Prophetenreihe, ist am schwierigsten zu entschlüsseln. Sie ist
aus sechs Medaillons in der Form des unvollständigen Kreises mit Paargestalten
gebildet. Die Spitze der Ikonstase besteht aus dem Dreiarmkreuz, an dessen
Seite die Gottesmutter und der hl. Johannes der Evangelist steht. In der
fünften Reihe sind folgende Ikonen: Flucht nach Ägypten, hll. Petrus und
Paulus, Menschwerdung Gottes, hl. Paraskeva.
Der griechisch-katholische Kirche der hl. Paraskeva wurde in Jahren 1880
und 1932 restauriert. Die letzte Restaurierung wurde in Jahren 2001 - 2002 durchgeführt.
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